"Ab wann können wir die ePA eigentlich nutzen?"
Diese Frage hören wir oft. Die Antwort: Jetzt.
Seit 2025 wird die elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten automatisch angelegt – es sei denn, der Patient widerspricht aktiv (Opt-Out-Verfahren).
Für Ihren Pflegedienst bedeutet das: Wenn Sie an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind, können Sie auf die ePA Ihrer Patienten zugreifen.
Was steht in der ePA?
- Medikamentenpläne: Welche Medikamente nimmt der Patient ein? In welcher Dosierung?
- Diagnosen: Alle ICD-Codes aus Arztpraxen und Kliniken.
- Befunde: Labore, Röntgen, MRT.
- Arztbriefe: Entlassungsbriefe aus dem Krankenhaus.
- Pflegeinformationen: Die Sie als Pflegedienst eintragen können.
Die 3 großen Chancen für Ihren Pflegedienst
1. Schluss mit "Wissen Sie, welche Medikamente Herr Weber nimmt?"
Heute müssen Ihre Pflegekräfte oft den Patienten fragen, welche Medikamente er einnimmt. Oder die Angehörigen. Oder den Hausarzt anrufen und in der Warteschleife hängen.
Mit der ePA: Ein Klick – alle Medikamente auf dem Bildschirm.
2. Schnellere Überleitung nach Krankenhausaufenthalt
Patient kommt aus dem Krankenhaus. Was wurde dort gemacht? Welche neuen Medikamente? Welche Wunden? Bisher: Faxe, Telefonate, Wartezeiten.
Mit der ePA: Der Entlassungsbrief ist sofort verfügbar. Ihre Pflegekraft weiß vor dem ersten Einsatz, was sich geändert hat.
3. Bessere Zusammenarbeit mit Ärzten
Über KIM (Kommunikation im Medizinwesen) können Sie dem Hausarzt direkt eine Nachricht schicken: "Blutdruckwerte von Frau Huber sind seit 3 Tagen erhöht." Sicher, verschlüsselt, nachweisbar.
Die Herausforderung: Integration in den Workflow
Die ePA nützt nur, wenn der Zugriff nahtlos in Ihren Arbeitsablauf eingebettet ist. Wenn Ihre Pflegekraft dafür ein separates System öffnen und sich extra einloggen muss, wird sie es nicht nutzen.
Deshalb ist die Wahl der richtigen Branchensoftware entscheidend. Die ePA-Integration muss "einfach da sein" – als Teil der normalen Patientenmappe.
Fazit: Die ePA ist gekommen, um zu bleiben
Ignorieren hilft nicht. Die ePA wird das zentrale Element der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Pflegedienste, die sie frühzeitig und clever nutzen, haben einen enormen Informationsvorsprung.
Nutzen Sie diesen Vorsprung. Für bessere Pflege und effizientere Kommunikation.